Versionsmanagement

Das Versionsmanagement stellt die Änderungen an Dokumenten, Dateien und Objekten sicher. Es ist somit die kontrollierte Verwaltung aller Versionen eines Lieferobjektes. Die einzelnen Versionen müssen immer eindeutig identifizier- und reproduzierbar sein. Unterschieden werden sie anhand von Namenskonventionen und einer eindeutigen Versionsnummer. Alle Versionen werden in einem Archiv mit Zeitstempel und Benutzerkennung gesichert und können später wiederhergestellt werden. Alle Projektteammitglieder müssen die Vorgaben des Versionsmanagement befolgen.

Ziele des Versionsmanagements:

  • die kontrollierte Verwaltung aller Lieferobjektversionen und Projektdokumente
  • jedes Teammitglied weiss, in welchem „Zustand“ ein Lieferobjekt ist
  • jedes Teammitglied weiss, welche Lieferobjekte verändert werden dürfen

Der Fortschritt innerhalb des Entwicklungsprozesses wird mit folgenden Zuständen gekennzeichnet:

Nr. Zustand Beschreibung
01 produktiv
„live“
Eingeführte Version (Nutzung). Die eingeführten Vollversionen können mit V1.0 oder V2.0 bezeichnet werden.
02 verändern
„Draft“
Mit der Veränderung eines Dokuments wird dessen Status auf „in Bearbeitung“ gesetzt.
Die Veränderungen müssen so festgehalten werden, dass sie nachvollziehbar sind.
03 prüfen
„Test“
Nach der Bearbeitung wird der Status zu „in Prüfung“ verändert. Die Prüfungsinstanz kontrolliert das Objekt. Im Falle einer Beanstandung geht das Objekt an den Autor zurück (Status wird auf „in Bearbeitung“ gesetzt).
04 geprüft
„Approved“
Bei erfolgreicher Prüfung wird der Status auf „geprüft“ gesetzt. Mit der Abnahme wird die Versionsnummer heraufgesetzt und das Objekt für die Nutzung bereitgestellt.
05 abgenommen
„Released“
Sind alle Dokumente im Status „abgenommen“ und ist das Projektprodukt entsprechend geprüft, so wird beides miteinander für die Nutzung freigegeben (Konfigurationsmanager). Die abgenommenen Objekte müssen entsprechend archiviert werden, sodass sich frühere Konfigurationen wiederherstellen lassen.

Lieferobjekte im Status „abgenommen“ oder „produktiv“ können von den Projektmitarbeitern lediglich gelesen werden. Nur autorisierte Personen können ein Lieferobjekt vom Status „prüfen“ auf „abgenommen“ setzen.

Namenskonventionen bei der Ablage von Lieferobjekten:
…Projekt\Phase\Lieferobjektname – Vn-nn.doc

Wenn notwendig, insbesondere bei dezentraler Versionsverwaltung, muss ein zentrales „Repository“ respektive Lieferobjektverzeichnis manuell oder automatisch geführt werden. Statusveränderungen, z.B. von „produktiv“ in „verändern“, sind manuell vorzunehmen.